Weltfrauentag im Zeichen des Gewaltschutzes

 

„Der Weltfrauentag muss eine jährliche Mahnung sein, dass wir in der Frauenpolitik – trotz aller Bemühungen und konstanter Fortschritte – eben noch nicht da sind, wo wir hinwollen: Zur tatsächlichen Gleichstellung und Gleichberechtigung von Mann und Frau.“ sind sich Frauenlandesrätin LHStv. Christine Haberlander, Landesrätin Michaela Langer-Weninger und OÖVP-Frauensprecherin LAbg. Elisabeth Gneissl einig.

 

Schutz von Frauen vor Gewalt als Jahresschwerpunkt

Die unfassbare Serie von Gewalt an Frauen hat in der Gesellschaft zu einem vermehrten Bewusstsein für den Schutz von Frauen geführt. OÖVP-Frauensprecherin Elisabeth Gneissl ist überzeugt, dass der entschlossene Weg Oberösterreichs der richtige ist: „Wir wollen neben der Bewusstseinsbildung für das Thema auch den Ausbau von Frauenhäusern und –Übergangswohnungen effizient vorantreiben. In einem eigenen Unterausschuss beraten wir aktuell mit Expertinnen und Experten über zielgerichtete Maßnahmen und wir wollen damit Vorbild für ganz Österreich werden.“, sagt Gneissl.

 

In Oberösterreich gibt es ein breit aufgestelltes und großes Netzwerk an Beratungsangeboten. Neben fünf Frauenhäusern und fünf Frauenübergangswohnungen gibt es in Oberösterreich auch 22 Frauenvereine und -beratungsstellen (in jedem Bezirk mindestens eine Einrichtung), die Frauen und Mädchen Hilfe, Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bieten. Bewusstseinsbildung, Aufklärung und Prävention sind unabdingbar. Zudem wurde eine Online-Frauenberatung eingerichtet – ein Team von psychosozialen Beraterinnen und Juristinnen steht den Betroffenen kostenfrei und vertraulich in allen Lebenssituationen zur Verfügung.

 

„Ich habe nach der Landtagswahl einige Bereiche zum Thema Frauen und Gewalt wie zum Beispiel die Frauenhäuser zusätzlich übernommen. Wir sehen anhand der vergangenen Wochen und Monate, dass es Zeit ist hier die Problemfelder anzugehen, nun tätig zu werden und auch die Zusammenarbeit mit den Frauenhäusern und den Systempartnerinnen zu verstärken. Neben dem bestehenden Angebot ist es mir ein besonderes Anliegen gemeinsam mit den weiteren zuständigen Landesregierungsmitgliedern ein Wohnkonzept für Frauen in besonderen Notsituationen zu erstellen. Es braucht hier einen Stufenplan, um die betroffenen Frauen je nach Bedarfssituation bestmöglich unterstützen zu können“, betont Frauenreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

 

„Es braucht für effizienten Frauenschutz zielgerichtete Maßnahmen. Mit einem eigenen Unterausschuss ‚Gegen Gewalt an Frauen‘ wollen wir in Oberösterreich vorangehen und die richtigen Maßnahmen zu setzen, um Frauen vor physischer und psychischer Gewalt zu schützen.“, so OÖVP-Frauensprecherin LAbg. Elisabeth Gneissl.

 

Ausbau der Kinderbetreuung ist wichtiger Beitrag für mehr Eigenständigkeit

Als wichtigen Schritt für den kontinuierlichen Ausbau der bedarfsorientierten Kinderbetreuung sieht Gneissl die aktuell laufenden Verhandlungen für die Verlängerung der 15A-Vereinbarung Elementarpädagogik mit dem Bund: „Ein rasches Ergebnis ist vor allem für die Gemeinden als Träger von Kinderbildungseinrichtungen von zentraler Bedeutung, denn sie brauchen Planungssicherheit für Aus- und Neubauprojekte. Ich bedanke mich bei LHStv. Christine Haberlander, die sich für eine wesentliche Erhöhung der Bundesmittel einsetzt und damit zur Entlastung von Familien, vor allem aber von Frauen beitragen wird.“

 

„Wir brauchen den kontinuierlichen Ausbau, weil er ein großes Maß an Freiheit und Selbstbestimmung für Frauen bringt. Dafür und für die Wahlfreiheit in der Art der Kinderbetreuung werden wir zu jeder Zeit einstehen.“, so Gneissl.

 

Die oberösterreichische Politik wird weiblicher

 

Als richtiges Signal erachten Haberlander und Kolleginnen die steigende Zahl von Frauen in Führungspositionen in der oberösterreichischen Politik und der Landesverwaltung: „Mit Michaela Langer-Weninger als Landesrätin, drei von fünf OÖVP-geführten Ausschüssen von Frauen geleitet und unseren Spitzenfunktionärinnen in Wirtschafts- und Arbeiterkammer haben wir in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, um die Politik weiblicher zu gestalten. Und auch im Topmanagement des Landes Oberösterreich ist es gelungen, ein sehr gutes Geschlechterverhältnis herzustellen.“

 

Landesrätin Michaela Langer-Weninger ermutigt, Verantwortung und Führungspositionen in der Politik zu übernehmen: „Wir brauchen und wollen mehr Bürgermeisterinnen, mehr Gemeinde- und Stadträtinnen. Ich kann nur dazu ermutigen, sich zu engagieren und vor allem nicht kleinreden zu lassen!“

 

Aufruf zur Hilfe in der Ukraine

Als schockierend bezeichnen Landespolitikerinnen die Bilder, die uns täglich aus der Ukraine erreichen: „Es ist unfassbar, dass Kinder in Bunkern und U-Bahnstationen geboren werden müssen, weil auf den Straßen ein sinnloser Krieg herrscht. Wir sind froh, dass Oberösterreich mit Hilfsgütern und vor allem mit Quartieren für Flüchtende hilft“. Die Landtagsabgeordneten rufen auch zu privater Hilfe auf.

 

– Wer eine Wohnmöglichkeit (Zimmer/Wohnung/Haus, über die Notsituation hinaus) anbieten möchte, kann dies per E-Mail an nachbarschaftshilfe@ooe.gv.at tun.

– Sachspenden (primärer Bedarf sind Kinder- und Babyartikel, Hygieneartikel und Verbandsmaterialien) übernimmt die Volkshilfe OÖ (www.volkshilfe-ooe.at/hilfe-ukraine)

– Weitere Unterstützungsleistungen (z. B. Dolmetschtätigkeit) können ebenso per Mail an nachbarschaftshilfe@ooe.gv.at gemeldet werden.

 

 

v.l.n.r.: LAbg. Bgm. Margit Angerlehner, LAbg. Helena Kirchmayr, LHStv. Christine Haberlander, LAbg. Dr. Elisabeth Manhal, LAbg. Gertraud Scheiblberger,, LR Michaela Langer-Weninger, LAbg. Astrid Zehetmayr, LAbg. Regina Aspalter, BR Barbara Tausch, BR Johanna Miesenberger

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