OÖVP-Klub: Leine bei Hundehaltern kürzer fassen

„Das neue Gesetz setzt auf verstärkte Anforderungen an Halter von potenziell schwierigen Hunden und stärkt damit verantwortungsbewusste Hundehalter.“: ÖVP-Klubobmann Dr. Christian Dörfel ist überzeugt, dass der am 20. November in Begutachtung gegangene Gesetzesentwurf an den richtigen Hebeln für mehr Sicherheit in Oberösterreich ansetzt.

 

Bisher wurden nur einzelne Hunde, bei denen es bereits zu Vorfällen kam, als „Auffällige Hunde“ kategorisiert. In Zukunft sollen Hunderassen, von denen allgemein ausgegangen wird, dass von ihnen ein erhöhtes Gefährdungspotenzial ausgeht, als solche benannt werden. Das Halten von Hunden dieser Rassen ist mit dann an die Absolvierung einer Hundealltagstauglichkeitsprüfung, die Verlässlichkeit des Halters und Leinen- bzw. Beißkorbpflicht an öffentlichen Orten gebunden.

Mehrjährige Haftstrafen oder Delikte nach dem Waffengesetz sind in Zukunft Ausschlussgründe, „weil auch Hunde Waffen sein können“, sagt Dörfel.

 

„Wir müssen uns im Sinne der Sicherheit der Menschen darum kümmern, dass nur jene Personen einen Hund halten, die auch mit dem Tier umgehen können. Zahlreiche tragische Vorfälle in jüngster Vergangenheit zeigen, dass es offenbar leider eine Notwendigkeit gibt, hier die Leine kürzer zu fassen.“ sagt Dörfel und verweist auf das tragische Beispiel als vergangenes Jahr ein Bub von einem bereits vorher auffällig gewordenem Hund so stark verletzt wurde, dass er in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden musste.

 

Das Problem ist in den meisten Fällen nicht der Hund selbst, sondern sein Halter, der ihn zu einer Gefahr macht. Leider sehen wir auch, dass Menschen zu bestimmten Rassen greifen, obwohl sie nicht mit ihnen umgehen können.“ erklärt Dörfel. Er gibt sich überzeugt, dass es der richtige Weg ist, beim Halter anzusetzen und zur Alltagstauglichkeitsprüfung zu verpflichten: „Wir sind überzeugt davon, dass der nachgewiesene fachgerechte Umgang für verantwortungsbewusste Hundehalter ein Gewinn ist und diese die notwendige Zeit für Ausbildung und Erziehung des Hundes auch gerne investieren. Es ist ein fairer Schritt gegenüber jenen Hundehaltern, die viel Zeit in die Ausbildung des Tiers investieren und damit Verantwortung übernehmen.“

 

Für Dörfel ist das neue Gesetz, das diese Woche in Begutachtung ging, eine Absicherung für Hundehalter: „Wir stellen damit klar, dass der entscheidende Faktor der Halter ist. Und wir wollen alles tun, um eine potenzielle Gefahr – vor allem für Kinder – abzuwenden.“

 

 

Foto: gf. Klubobmann Dr. Christian Dörfel mit Mastiff „Dozer“ (OÖVP Klub)

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