Wahlfreiheit für Familien und Ausbauoffensive bei der Kinderbetreuung

Jedes Mal, wenn Zahlen zur Kinderbetreuung in Österreich veröffentlicht werden, gibt es ein altbekanntes Bild. Gebetsmühlenartig lässt die SPÖ per Presseaussendung informieren, wie schlecht es um die Situation in OÖ denn nicht bestellt sei.

OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr – wie auch im Landtag am 18. Mai in der Aktuellen Stunde zum Thema Kinderbetreuung – dazu: „Als Land sind wir ein verlässlicher Partner der Gemeinden, wenn es darum geht, dort wo es einen Bedarf gibt, Kinderbetreuungsplätze zu schaffen. Momentan forcieren wir – und das weiß auch die SPÖ – den Ausbau für Unter-Drei-Jährige in OÖ. Das sieht man an den Zahlen. Rund 230 Mio. Euro werden alleine 2017 in die Kinderbetreuung investiert. Im Vergleich zu 2016 gibt es alleine heuer 53 Krabbelstubengruppen mehr.“

„Die Kinderbetreuung in OÖ ist sehr gut aufgestellt, das zeigt auch die durchgeführte Elternbefragung aus dem Jahr 2013, bei der mehr als neun von zehn Eltern ein Sehr Gut hergaben“, so die Klubobfrau.

Kirchmayrs betont, bei der Gestaltung der Kinderbetreuung in OÖ ist die Wahlfreiheit das Wichtigste. „Die Politik könne nur den Rahmen spannen, in dem sich die Familien dann frei bewegen können. Ob eine Betreuung zu Hause oder eine Fremdbetreuung, die Familien sollen so gestalten können, wie sie es für richtig halten.“

Würde es der SPÖ tatsächlich um die Interessen der Kinder und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehen, dann muss man schon die Frage stellen, warum die Landtagsinitiative zur Anrechnung von vier vollen Jahren Pensionszeit pro Kind für Frauen keine rote Unterstützung fand.

Aktuelle Zahlen

Im Betreuungsjahr 16/17 liegt in OÖ die Betreuungsquote der Unter-Drei-Jährigen bei 15,3 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte gestiegen. In Einzeljahren betrachtet liegt die Betreuungsquote bei den Unter-1-Jährigen bei 0,3 %, bei den Unter-2-Jährigen bei 10,6 % und bei den Unter-3-Jährigen bereits bei 35,1 % Prozent. Hier gibt es gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung von 1,7 Prozentpunkte (2015/2016: 33,4 % auf 2016/17: 35,1 %).  Nicht berücksichtigt sind die Kinder, die von Tageseltern betreut werden.