Wahlfreiheit für Familien oberstes Gebot bei Kinderbetreuung

Helena Kirchmayr spielt und lacht mit einem Kleinkind

Ausbauoffensive durch Land OÖ läuft – Kooperationen von Gemeinden und Unternehmen schaffen erfreulicherweise zusätzliches Angebot.

„Die Familie ist die DNA unserer Gesellschaft, daher wollen wir sie stärken und fördern und das in jener Individualität, in der auch die Familien leben“ – so lautete heute der Tenor der Volkspartei im Oö. Landtag bei der aktuellen Stunde zum Thema Kinderbetreuung.

„Eltern tragen Verantwortung für ihre Kinder. Wir tragen die Verantwortung, beide bestmöglich zu unterstützen und ein gutes Betreuungsangebot zu schaffen. Der Ausbau für Unter-Drei-Jährige wird in OÖ forciert, Kooperationen über Gemeindegrenzen hinweg gefördert und betriebliche Betreuungsangebote weiter ausgebaut“, fasst OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr die drei Schwerpunkte des Landes zusammen.

„Die Kinderbetreuung in OÖ ist sehr gut aufgestellt, das zeigt auch die durchgeführte Elternbefragung aus dem Jahr 2013, bei der mehr als neun von zehn Eltern ein Sehr Gut hergaben“, so die Klubobfrau. Wichtig ist hier, den Bedarf zu decken.

Familien sollen frei  gestalten können

Kirchmayrs wichtigster Ansatzpunkt bei der Gestaltung der Kinderbetreuung in OÖ ist die Wahlfreiheit. „Die Politik könne nur den Rahmen spannen, in dem sich die Familien dann frei bewegen können. Ob eine Betreuung zu Hause oder eine Fremdbetreuung, die Familien sollen so gestalten können, wie sie es für richtig halten.“

Als besonders positiv streicht Kirchmayr hervor, dass immer mehr Unternehmen durch Kooperationen für ihre Mitarbeiter ohne Zwang Betreuung für ihre Kinder anbieten. „Nicht alles muss der Staat lösen“, verweist Kirchmayr auch auf die vielen guten Betreuungsangebote wie Tagesmütter, Leihomas oder Babysitter.

Was die Öffnungszeiten insbesondere in den Sommerferien anlangt, betont Kirchmayr die gute Arbeit der Gemeinden. „Gemeindeübergreifend kann im Sommer der Bedarf ordentlich abgedeckt werden. Hier gibt es auch immer mehr Gemeinden, die sich im Interesse der Familien zusammentun und flexibel agieren!“

Untrennbar mit einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Kirchmayr aber die genannte Flexibilität verbunden. „Wir erwarten uns, einen hohen Grad an Flexibilität bei der Betreuungseinrichtung. Wenn ich aber Richtung gewerkschaftlicher Verbände blicke, vermisse ich diese Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeitregelungen für Familien“, so Kirchmayr.

2017 investiert das Land OÖ rund 230 Mio. Euro in Kinderbetreuung. Die Bauoffensive bei Kinderbetreuungseinrichtungen läuft auf Hochtouren. Im Vergleich zu 2016 gibt es alleine heuer 53 Krabbelstubengruppen mehr.