KO Kirchmayr zum UA-Landwirtschaft: „Oö. Alleingang löst globale Herausforderungen nicht!“

Mehrheitliche Einigkeit im Unterausschuss Landwirtschaft

Nach intensiver Diskussion sind die Mitglieder des Unterausschusses mehrheitlich in der heutigen Sitzung zur Überzeugung gelangt, dass der sorgfältige und dosierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für die Landwirtschaft aktuell ohne Alternative ist.
„Schon jetzt setzen unsere heimischen Produzenten Pflanzenschutzmittel nur mit höchster Sorgfalt und unter strengsten Auflagen ein“, zeigt OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr auf.

Abgesehen davon würde ein Alleingang Oberösterreichs (landesweites Verbot) zu massiven Wettbewerbsnachteilen führen. Aufgrund der Warenverkehrsfreiheit innerhalb der EU kann kein Importverbot für Lebensmittel, die unter Anwendung von Pflanzenschutzmitteln produziert wurden, verhängt werden. Das würde die Oö. Bauern im Vergleich zu deutschen Landwirten massiv benachteiligen. Auch machen beispielsweise Bienen und andere Insekten nicht vor Verbotszonen oder Landesgrenzen halt.

Betreffend Neonicotinoide verweist Kirchmayr darauf, dass mit Jahresende laut EU-Beschluss ohnehin ein EU-weites Verbot für drei Hauptinsektizide dieser Wirkstoffgruppe gilt.

Hinsichtlich Glyphosat sind seitens des Bundes eine Machbarkeitsstudie und ein Aktionsplan in Arbeit. „Es braucht hier eine bundesweite Lösung, die auf Fakten basiert“, so Kirchmayr.