Novelle des OÖ. Jagdgesetzes ermöglicht effektivere Bejagung von Schwarzwild

Oberösterreich ermöglicht die Verwendung von Nachtsichtgeräten zur besseren Bejagung von Schwarzwild

Nach der Öffnung der jagdlichen Verwendung von Schalldämpfern ermöglicht Oberösterreich mit einstimmigem Beschluss im Landtag nun auch die Verwendung von Nachtsichtgeräten zur besseren Bejagung von Schwarzwild. Der Einsatz ist vorerst bis Ende 2023 beschränkt. Ziel ist eine bessere Regulierung der Schwarzwildbestände zur Seuchenprävention und Minimierung landwirtschaftlicher Schäden.

Die Zunahme des Schwarzwildes ist ein europaweites Phänomen und macht auch vor Obersterreich nicht halt. Das stellt die Landwirtschaft, örtliche Jägerschaft, Behörden und auch die Gesellschaft vor große Herausforderungen. „Die Jägerinnen und Jäger nehmen ihre Verantwortung für Wald, Wild und Gesellschaft wahr und werden auch hier ihren Beitrag leisten.“, sagt Landtagsabgeordneter Josef Rathgeb, selbst praktizierender Jäger und Jagdleiter.

Eine Absenkung der Wildschweindichte vermindert die Gefahr eines Ausbruchs und der Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), einer höchst ansteckenden Tierseuche, die für Wild- und Hausschweine meist tödlich endet.

OÖVP-Jagdsprecher Josef Rathgeb und Klubobfrau Helena Kirchmayr: „Das oberste Gebot bei der Verwendung von Nachtsichtgeräten und Lampen zur Schwarzwildbejagung ist natürlich die Sicherheit. Die OÖ. Jägerschaft ist sich dieser Verantwortung voll bewusst und wird die gesetzlichen Vorgaben sowie den waidgerechten Einsatz der technischen Hilfsmittel streng einhalten. Diese gemeinsame Herausforderung erfordert eine gemeinsame Lösung, die der OÖ Landtag heute einstimmig beschlossen hat.“