Neues Jagdgesetz vor einstimmigem Beschluss

Deregulierung und mehr Rechtssicherheit für die Jagd und Grundbesitzer bringt das neue Jagdgesetz in OÖ.

Am Ende der dreitägigen Budgetdebatte steht im Oö. Landtag heute noch ein sehr wichtiger Beschluss auf der Tagesordnung. Ein neues Oö. Jagdgesetz, das Deregulierung und mehr Rechtssicherheit für die Jagd und Grundbesitzer bringen wird, soll mit den Stimmen aller Fraktionen verabschiedet werden.

„Diese Novelle ist eine einzigartige, breit getragene Weiterentwicklung der Regelungen für die Jagd. Wir schaffen damit einen rechtlich modernen Rahmen für eine tief in der Gesellschaft verwurzelte Tradition und für ein gutes Zusammenwirken zwischen der Oö. Jägerschaft und den Grundeigentümern auch in Zukunft“, sagt LAbg. Josef Rathgeb, Jagdsprecher der OÖVP.

Die wesentlichen Neuerungen der Oö. Jagdgesetz-Novelle 2016:

  • Entfall behördlicher Arrondierungsverfahren und Automatik bei der Neu-Feststellung der Jagdgebiete
  • Klarstellung der erforderlichen Anzahl von Jagdausschüssen und Regeln bei Gemeindezusammenschlüssen
  • Entziehung der Jagdkarte im Falle eines Waffenverbots oder einer strafgerichtlichen Verurteilung wegen vorsätzlicher Schädigung einer geschützten Tierart
  • Deregulierung bei den Regeln für Futterplätze für Rotwild im Gebirge
  • Neue Wildschadensregelung, die Missbrauch durch weit überhöhte oder mutwillige Ersatzforderungen verhindert.

„Dieser Vier-Parteien-Antrag ist das Ergebnis konstruktiver Gespräche unter der Federführung von Jagdreferent Landesrat Max Hiegelsberger mit dem Landesjagdverband unter Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr und der Landwirtschaftskammer OÖ mit Präsident ÖR Franz Reisecker. Er bringt mehr Rechtssicherheit, sowie Deregulierung und stärkt das gute Einvernehmen zwischen allen Beteiligten“, betont Rathgeb.