Vier von fünf Menschen für mehr Mehrweg

Umfrage gibt einstimmigem Landtagsbeschluss Rückenwind

Neue Pfandlösungen und bessere Förderungen mit dem Ziel, den Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen zu erhöhen – diese Forderungen an die Bundesregierung hat der Oö. Landtag mittels Beschluss im Jänner einstimmig verabschiedet.

Die nun veröffentlichte Umfrage von Greenpeace, wonach vier von fünf Österreichern sich ein größeres Angebot an Mehrweg-Flaschen im Handel wünschen, ist für OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr ein gutes Zeichen, das sie aber auch als Auftrag an den Handel sieht: „Nur wenn Konsumenten und der Handel gemeinsam im Sinne unserer Umwelt Verbesserungen umsetzen möchten, können diese auch gelingen. Dass eine überwältigende Mehrheit der Menschen bereit ist, auf Mehrweg zu setzen, kann nun den Stein ins Rollen bringen!“

„Die weggeworfenen Verpackungsmaterialien im öffentlichen Raum führen nicht nur zu extrem hohen Reinigungskosten, sondern stellen auf den Feldern auch ein Problem für die Landwirtschaft dar“, so Kirchmayr.

Wenn Plastikflaschen, Dosen und andere Verpackungen am Straßenland landen, verursacht das allein in OÖ Reinigungskosten von mehr als drei Millionen Euro pro Jahr. Bundesweit schätzt man rund 15 bis 20 Millionen Euro.

Der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen in Österreich beträgt rund 25 Prozent, wobei Bier mit einer 68-prozentiger und Wasser mit einer 16-prozentiger Mehrwegquote zu den Spitzenreitern zählen. Bei weiteren Getränkesorten (Limo, Fruchtsäfte, etc.) wäre noch deutlich Spielraum nach oben.

Gemäß Landtagsbeschluss fordert Kirchmayr daher eine stärkere Förderung von Mehrwegverpackungen, eine Prüfung einer österreichweiten Pfandlösung für weitere Getränkeverpackungen bzw. eine Forcierung der Kooperation mit Handel, Gastronomie und Herstellern zur Reduktion von Einweggebinden.