Oberösterreich braucht Klimaschutz mit Hausverstand

Oberösterreich macht beim Klimaschutz was machbar ist und setzt um, was umsetzbar ist.

„Klimaschutz funktioniert nicht auf Zuruf, sondern muss in den Köpfen der Menschen verankert werden. Die OÖVP hat Umweltschutz schon immer betrieben und wird auch in Zukunft die richtigen Maßnahmen setzen, sofern sie in unserer Macht stehen“, sagt OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr anlässlich der heutigen Kritik der Grünen.
„Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung und leisten auch unseren Beitrag. Dazu sind alle Landsleute aufgerufen. Es geht um Lebensgewohnheiten, Konsumverhalten, Freizeit, Wirtschaft und auch um politische Weichenstellungen – um Entscheidungen, die mit Bedacht an nachfolgende Generationen und über Parteigrenzen hinweg getroffen werden müssen! Wir wollen die Oberösterreicher mit auf die Reise nehmen und motivieren, aus eigenem Antrieb heraus im Sinne der Umwelt zu leben“, so Kirchmayr.
Kirchmayr betont, dass dazu natürlich auch Finanzmittel notwendig sind und führt exemplarisch 400 Millionen Euro an Förderungen für den Bereich Klimaschutz, zusätzlich 600 Millionen Euro in Oberösterreich in den öffentlichen Verkehr und über 100 Mio. Euro in den Ausbau der Wasserkraft an.

Landwirte sind Naturschützer und keine Klimasünder

Mit Unverständnis begegnet Kirchmayr den Grünen bei ihrer Kritik an den oberösterreichischen Landwirten: „In regelmäßigem Abstand versuchen die Grünen, unsere Bäuerinnen und Bauern als Klimasünder an den Pranger zu stellen. Dafür sind wir nicht zu haben. Unsere Bäuerinnen und Bauern, die von und mit der Natur leben und arbeiten, behandeln ihre Felder, Pflanzen oder Tiere nach bestem Wissen und Gewissen. Sie sind die ersten Opfer der Klimakrise, nicht die Verursacher. Unsere Landwirte pflegen und schützen unsere Natur, die Wälder und unseren Boden. Dass uns vor allem klein- und mittelgroße Betriebe unterstützen wollen, unterstreicht unsere aktuelle Forderung an die Europäische Kommission, sich für diese im Zuge der GAP-Verhandlungen starkzumachen“.

Maßnahmenmix entscheidend

Es wird in den nächsten Jahrzehnten nicht nur Wasserstoff, nicht nur Elektro, nicht nur Photovoltaik oder nicht nur ohne Plastik oder nicht nur ohne Diesel gehen. „Aber jede Maßnahme im guten Mix bewirkt etwas“, verweist Kirchmayr auch auf die Vorreiterrolle Oberösterreichs. Dennoch macht Oberösterreich, was machbar ist:

    • Ölheizungsverbot im Neubau inkl. sehr attraktiven Förderungen für den Umstieg auf saubere Energieressourcen
    • attraktive Sanierungsförderungen für den Wohnbau
    • mehr Mittel für den ÖV als für die Straße
    • innovative Strategien betreffend Klima-, Energie- und Umweltpolitik (Ausbau Wasserkraft)
    • Maßnahmenpakete „Linzer Luft“ und gegen Lichtverschmutzung
    • Schwerpunktsetzung auf Ökologische Bau- und Dämmstoffe
    • Repair-Siegel im Sinne einer guten Kreislaufwirtschaft für Elektrokleingeräte bereits auf europäischer Ebene in Prüfung
    • Einführung des OÖ-und Klimachecks für neue Förderprogramme

Da das Klima nicht vor Landesgrenzen halt macht, sind für Kirchmayr ein europäischer Schulterschluss und internationale Anstrengungen notwendig: „Viel Lösungskompetenz liegt beim Bund, aber auch hier braucht es starke internationale Partner, wenn ich an eine verstärkte Anti-Atompolitik, die Schifffahrt (Schweröl) und den steuerbegünstigten Flugverkehr (Kerosin) denke.“.