Statement LH-Stv. Haberlander/KO Kirchmayr zu Gewalt gegen Frauen

Gewalt an Frauen ist die weltweit am weitest verbreitete Menschenrechtsverletzung

„Positiv und als ersten richtigen Schritt“, so bewerten Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander und OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr das von der Bundesregierung geplante Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Frauen.

„Es braucht Aufklärung und Unterstützung für Betroffene. 80 Prozent der Gewalttaten sind strukturell bedingt. Oft sind Abhängigkeiten mit im Spiel. Daher brauchen wir einen wirksamen Opferschutz! Ein Opfer ist ein Opfer ist ein Opfer! Wir können uns nicht hinter Paragraphen verstecken, wir können nicht weg schauen und uns zurückziehen und schweigen, wenn Frauen Gewalt angetan wird“, so Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander.

„Wenn es um Gewalt oder Übergriffe gegen Frauen geht, ist wegschauen einfacher als hinschauen. Angetrieben durch die Me-Too-Debatte und die schrecklichen Verbrechen, ist es spätestens jetzt an der Zeit, dass mutig neue Schritte dagegen gesetzt werden. Es muss entschlossen jedem wahrnehmbaren Anzeichen von Gewalt nachgegangen werden. Egal ob zuhause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, es braucht neben diesen angekündigten Maßnahmen der Regierung auch Zivilcourage und die Unterstützung der Gesellschaft, damit die betroffenen Frauen zumindest über Vorfälle mit Vertrauenspersonen sprechen und in letzter Konsequenz auch zur Anzeige bringen“, so OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.

Gewalt an Frauen ist die weltweit am weitest verbreitete Menschenrechtsverletzung. Für Frauen zwischen 15 und 44 gehört Gewalt zu den Hauptursachen für Tod und schwere gesundheitliche Schäden. Jede Frau kann Opfer von Gewalt werden – in allen Altersstufen, sozialen Schichten und Kulturen und in den verschiedensten Lebenssituationen.

Am häufigsten erleben Frauen Gewalt in der Familie. 90% aller Gewalttaten werden nach Schätzungen der Polizei in der Familie und im sozialen Nahraum ausgeübt. Die Dunkelziffer bei familiärer Gewalt ist sehr hoch, Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass jede fünfte Frau in Österreich bereits Gewalt in einer Beziehung erlebt hat. Wenn man von Gewalt im Netz ausgeht, ist von jeder dritten Frau die Rede, die Gewalt erleben muss.

„Das sind erschütternde Zahlen, die uns nicht unberührt lassen dürfen“, so Haberlander und Kirchmayr. „Daher befürworten wir es, dass die Regierung nun auch erste Schritte setzt, um gegen diese Straftäter wirksam vorzugehen. Denn nur abschreckende Strafen und wirkungsvolle Maßnahmen und ein ständiges Hinterfragen dieser Maßnahmen kann einen Beitrag für mehr Sicherheit für Frauen leisten“, so Haberlander und Kirchmayr.