Ein spielerischer Zugang zu Englisch bereits im Kindergarten kann einen wichtigen Grundstein für die Zukunft unserer Kinder legen. Mit Liedern, Geschichten, Spielen und einfachen Alltagssituationen kann Freude an einer neuen Sprache geweckt werden. Englisch ist heute die Weltsprache und spielt in Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Technologie eine zentrale Rolle. Auch im persönlichen Alltag ist Englisch längst nicht mehr wegzudenken. Frühe Sprachkenntnisse eröffnen Kindern bessere Bildungs- und Berufschancen. Gleichzeitig wird die Fähigkeit, sich später in einer international vernetzten Welt sicher zu bewegen, gestärkt. Davon profitiert auch Oberösterreich als exportorientierter Wirtschaftsstandort. Zudem kann ein entsprechendes Angebot dazu beitragen, Bildungschancen unabhängiger vom Elternhaus zu machen. Frühe Sprachförderung ist daher eine Investition in die Zukunft unserer Kinder – und in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts. Die OÖVP setzt daher eine Initiative für mehr Englisch im Kindergarten.
„Ich bin viel im Land und in den Bezirken unterwegs, besuche große und kleine Betriebe und tausche mich mit vielen Unternehmerpersönlichkeiten aus. Dabei höre ich immer wieder: Wir müssen internationaler denken und werden. Fremdsprachenkenntnisse – allen voran Englisch als Weltsprache – sind dafür eine Grundvoraussetzung“, berichtet Klubobfrau Margit Angerlehner.
Oberösterreich ist Exportbundesland Nummer eins. Jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab. Nach Deutschland sind etwa die USA der zweitwichtigste Handelspartner Oberösterreichs. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen früh gute Englischkenntnisse erwerben.
„Wir wollen deshalb bereits im Kindergarten einen Grundstein legen und Kinder spielerisch für Englisch begeistern und motivieren. Denn Englisch ist nicht nur für die spätere Berufswelt wichtig, sondern eröffnet auch bessere Bildungschancen und internationale Perspektiven. Das sehen auch die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher so. Drei Viertel halten das spielerische Erlernen von Englisch im Kindergarten für sinnvoll. Diese breite Zustimmung ist für uns ein klarer Auftrag: Früh beginnen heißt Chancen eröffnen – für unsere Kinder und für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, unterstreicht Angerlehner und verweist auf eine aktuelle IMAS-Studie.
„Englisch gehört längst zur Lebenswelt unserer Kinder“
Englische Begriffe, Lieder und Inhalte begegnen Kindern heute ganz selbstverständlich – in Medien, im Internet, in der Familie, im Sportverein und in unserer Alltagssprache. Gerade im Kindergartenalter verfügen Kinder über ein hohes Sprach(en)lernpotential.
Ziel ist daher, Kindern einen spielerischen, positiven und niederschwelligen Zugang zur englischen Sprache zu ermöglichen. Dabei geht es nicht um klassischen Sprachunterricht, sondern um Freude am Entdecken, Ausprobieren und Experimentieren mit Sprache.
„Die englische Sprache ist für unsere Kinder längst Teil ihrer Lebenswelt – deshalb wollen wir auch im Kindergarten einen spielerischen und positiven Zugang zu dieser Sprache ermöglichen. Dabei geht es aber nicht um zusätzlichen Unterricht oder Leistungsdruck, sondern um Neugier, Freude und das gemeinsame Entdecken von Sprache. Mit Materialien und Impulsen der Bildungsdirektion, gezielten Fortbildungen für unsere Pädagoginnen und Pädagogen und dem Einsatz eines Native Speakers setzen wir hier auf drei ineinandergreifende Maßnahmen. So schaffen wir gute Rahmenbedingungen dafür, dass Kinder früh und ganz selbstverständlich mit Englisch in Berührung kommen“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Bildungslandesrätin Christine Haberlander.
Neben Informations- und Fortbildungsangeboten für Pädagogen und Pädagogen startete mit 14. Oktober ein Pilotprojekt in vier Kindergärten in den Gemeinden Kematen an der Krems, Katsdorf, Hargelsberg und Pregarten. Damit wird bewusst ein Schwerpunkt im ländlichen Raum gesetzt und erprobt, wie Native-Speaker-Angebote auch abseits größerer Städte erfolgreich in den Kindergartenalltag integriert werden können. Eine vom Familienbund Oberösterreich eingesetzte Native Speakerin bzw. ein Native Speaker wird die vier Einrichtungen regelmäßig besuchen und Englisch spielerisch und alltagsintegriert gemeinsam mit den Kindern erleben.
„Englisch ist eine Weltsprache, die man einfach können muss“
Im Auftrag des OÖVP-Landtagsklubs wurden im Mai 2026 500 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ab 18 Jahren telefonisch befragt – mit eindeutigen Ergebnissen: Beinahe alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ab 18 Jahren sind davon überzeugt, dass es in der heutigen Zeit wichtig ist, mehrere Sprachen verstehen und sprechen zu können. Umso früher man eine Sprache zu erlernen beginnt, umso leicht erlernt man sie auch. Das sehen 97 Prozent der Befragten so. Gleichermaßen halten rund neun von zehn Befragten „Englisch für eine Weltsprache, die man einfach können muss“. Gleiches gilt auch für die Aussage, dass „Englisch gut sprechen zu können, für junge Menschen in Österreich einfach notwendig sei“ und dass der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen auch in Zeiten von KI-basierten Übersetzungsmöglich-keiten nicht überflüssig werden wird (siehe auch Abb. 1).
Gutes Englisch – für drei Viertel sehr wichtig
Englisch gut zu beherrschen ist für rund 9 von 10 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ein großes Anliegen (siehe Abb. 2). Begründet wird dies am häufigsten mit Auslandsreisen bzw. der Kommunikation im Ausland, weil Englisch eine Weltsprache ist und mit beruflichen Anforderungen. Bessere Verständigung in internationalen Firmen oder bei Reisen ins Ausland und ein besserer Zugang zu Informationen weltweit werden am häufigsten als Gründe genannt, die sehr für gute Englischkenntnisse sprechen (Note 1 auf einer fünfteiligen Skala). In guten Jobchancen, wenn man sich in Englisch gut verständigen kann, sehen rund drei von fünf Befragte einen sehr starken Vorteil, (vgl. Abb. 3 und 4). Sieben Prozent der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher schätzen ihre eigenen Kenntnisse auf muttersprachlichem Niveau ein. Weitere 28 Prozent geben an, Englisch flüssig sprechen und Komplexes verstehen zu können.
Spielerisches Lernen trägt später zu besseren Kenntnissen bei
Für drei Viertel macht es absolut Sinn, Englisch bereits im Kindergarten spielerisch zu lernen. Mehr als die Hälfte der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ab 18 Jahren stimmen sehr zu (Note 1 von 5), dass spielerisches Englischlernen im Kindergarten dazu beiträgt, später besser Englisch sprechen zu können. 15 Prozent schließen sich dem mit Note 2 an (siehe auch Abb. 5). Gleichermaßen sind die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher aber auch flächendeckend (98 Prozent) davon überzeugt, dass es „sehr“ oder „eher wichtig“ ist, mit den Kindern intensiv Deutsch zu lernen.
Im Bild: (v.l.) Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart, Obmann des OÖ. Familienbundes, Klubobfrau Margit Angerlehner, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander, Günther Schallmeiner, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologie für OÖ und IMAS-Meinungsforscher DDr. Paul Eiselsberg bei der Pressekonferenz am 18. September 2026. (Foto: Land OÖ/Krenn)
Hier geht’s zur Pressekonferenz-Unterlage: 20260918_PK OÖVP-Landtagsklub_Englisch im Kindergarten





