Digitalsteuer für Großkonzerne bringt mehr Steuergerechtigkeit

Das aktuelle Steuersystem hinkt der Digitalisierung hinterher

Um der fortschreitenden Digitalisierung Rechnung zu tragen, soll mit 1. Jänner 2020 eine faire Digitalsteuer eingeführt werden. Ein entsprechender Entwurf der Regierung befindet sich gerade in Begutachtung.

„Das aktuelle Steuersystem hinkt der Digitalisierung hinterher. Daher haben wir eine Benachteiligung der heimischen Betriebe, die mit großen Weltkonzernen im Wettbewerb stehen“, sagt OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.

Es soll eine Digitalsteuer von fünf Prozent auf Onlinewerbung eingeführt werden. Darüber hinaus sollen Informationsverpflichtungen für Online-Vermittlungs-Plattformen dafür sorgen, dass bspw. Buchungsvermittlungen nicht am Steuertopf vorbei geschehen können. Als dritte Maßnahme soll die Umsatzsteuerpflicht für Onlinehändler aus Drittstaaten bereits ab dem ersten Cent gelten.

„Wir wollen damit Steuerlücken und Schlupflöcher schließen, denn es kann nicht sein, dass die großen digitalen Weltfirmen in Österreich zwar ein Geschäft machen, aber dafür keine Steuern zahlen, wie alle anderen“, so Kirchmayr, die für mehr Fairness für den traditionellen Handel in Österreich eintritt.

Letztendlich geht es um Steuerfairness in der Digitalwirtschaft. Neben der geplanten nationalen Regelung laufen weiterhin die Bemühungen auf internationaler Ebene eine Einigung zu erzielen.

Allein mit der fünf prozentigen Digitalsteuer auf Onlinewerbung sollen rund 25. Mio. in Österreich lukriert werden.