Babysitter sind sinnvolle Unterstützung für Familien

Strengere Regeln für Absetzbarkeit sollen zurückgenommen werden

Das breite Angebot an Unterstützungsleistungen für Familien muss unbedingt darauf abzielen, Familien das Leben in Oberösterreich zu erleichtern und nicht mit überbordenden Vorschriften zu erschweren. Werden Kinder durch Babysitter betreut, können Eltern diese Kosten bei ihrer Steuererklärung absetzen. Hier gelten aber seit 1. Jänner 2017 strengere Anforderungen. So müssen Babysitter, damit diese Ausgaben geltend gemacht werden können, ein 35 stündige Ausbildung – statt bisher acht –  absolviert haben.

Das ruft OÖVP-LAbg. Elisabeth Manhal auf den Plan: „Babysitten ist willkommener Hilfsdienst und keine vollwertige pädagogische Betreuung, wie sie beispielsweise in professionellen Betreuungseinrichtungen geboten wird. Hier entsprechende Kenntnisse einzufordern, die über einen Notfallkurs und grundlegenden Umgang mit Kleinstkindern hinausgehen, ist schlichtweg überbordend.“

„Wir setzen uns dafür ein, dass diese neuen Kriterien für die Absetzbarkeit der Kosten für die Betreuung von Kindern durch Babysitter zurückgenommen werden“, kündigt Manhal eine entsprechende Initiative im Oö. Landtag am Donnerstag an.

Schon jetzt müssten sich Familien im Alltag mit vielen Vorschriften herumschlagen, weiß Manhal. Anstatt Paragraphen zurückzunehmen, wie es erfreulicherweise beim Kindergartenneubau oder etwa bei der antragslosen Familienbeihilfe schon geschehen ist, ist der Bund hier eine andere Richtung gegangen. „Das wollen wir korrigieren“, gibt sich Manhal kämpferisch im Sinne der Familien.