Ausbau der Kinderbetreuung: Ausschuss sichert Finanzierung

Um ein bedarfsgerechtes und möglichst an den Wünschen der Eltern orientiertes Betreuungsangebot für Kinder bis zum Schuleintritt sicherzustellen bzw. weiter auszubauen, geht eine 15a B-VG Vereinbarung zwischen Bund und Länder in die zweite Verlängerung.

„Wir versuchen die Familien bestmöglich zu unterstützen. Wenn sich der zweite Elternteil entscheidet neben den Kindern für ein paar Stunden arbeiten zu gehen, dann braucht das Kind einen Betreuungsplatz oder eine andere Form der Betreuung (bspw. eine Tagesmutter). Daher legen wir einen Schwerpunkt auf den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebotes insbesondere für Unter-Dreijährige in Oberösterreich“, berichtet OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr anlässlich des heutigen Beschlusses des Bildungsausschusses des Oö. Landtages, der die Finanzierung für 2018 sichert.

Hinsichtlich der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen sollen Anreize für eine qualifizierte Ganztagesbetreuung, die auch mit einer Vollbeschäftigung der Eltern vereinbar ist, gesetzt werden. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die quantitative und qualitative Förderung von Tageselternangeboten dar.

Der Bund stellt OÖ auf Grund der vorliegenden Vereinbarung im Jahr 2018 einen Zweckzuschuss in Höhe von 9,2 Mio. Euro zur Verfügung. Das Land OÖ wird mit 3,2 Mio. kofinanzieren.

Die Ausgaben für Kinderbetreuung in OÖ sind seit 2007 von 89,9 Mio. auf 227,4 Mio. Euro 2017 gestiegen. „Diese gewaltige Steigerung der Mittel zeigt, dass wir in OÖ der Kinderbetreuung eine Riesenbedeutung geben und kräftig in den Ausbau investieren“, verweist LR Christine Haberlander auch auf die steigenden Zahlen der betreuten Kinder.

2008 waren 49.000 Kinder in Betreuung. Mittlerweile sind es mehr als 60.000. Jedes Jahr steigt auch die Anzahl der Gruppen. 2017 sind es 53 Krabbelgruppen.