100 Prozent Gehalt für 100 Prozent Einsatz

Landtag beschließt Entfall der 95-Prozent-Regel – vor allem Pflegekräfte sollen durch finanziellen Anreiz für öffentlichen Dienst gewonnen werden

Das Besoldungsrecht für den öffentlichen Dienst in Oberösterreich sah eine Regelung vor, wonach neu aufgenommene Mitarbeiter im ersten Dienstjahr nur 95 Prozent des Gehalts erhalten haben. Mit dem heutigen Landtagsbeschluss ist diese Regelung Geschichte. Die Mitarbeiter bekommen rückwirkend mit 1.1.2019 den vollen Lohn.

„Wir wollen damit neben dem Gemeindedienst, insbesondere im Pflege- und Gesundheitsbereich eine Maßnahme zur Attraktivierung setzen. Wir brauchen die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab dem Dienstantritt vollen Arbeitseinsatz zeigen. Daher entlohnen wir auch von Beginn an mit 100 Prozent des Lohnes. Mit einer Übergangsregelung stellen wir auch jene Mitarbeiter gleich, die bereits im Landesdienst arbeiten und noch unter die 95-Prozent-Regelung fallen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und LAbg. Peter Csar zum heutigen Landtagsbeschluss.

Das Land OÖ ist mit rund 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Oberösterreich (davon über 13.000 in der Gesundheitsholding und im Kepleruniklinikum). In den Krankenhäusern wurden 2018  über 1000 neue Mitarbeiter aufgenommen, in der Landesverwaltung werden jährlich knapp 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein fixes Dienstverhältnis aufgenommen.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden und Städten, gibt es für Gebietskörperschaften einen Umsetzungsspielraum.